Werkstatt für Historische Stickmustertücher
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Ute Scheer und
Dorothee Kandzi
VIELFARBIGE MUSTERTÜCHER - Stickvorlagen nach historischen Motiven

 

William Morris    

William Morris Nr. 1

 

                             

William Morris Nr. 2

.... derzeit in Arbeit .....

William Morris 1
_ Seide auf Leinen (Packung enthält 13 Seidendöckchen)
_ 14er oder 16er Leinen (bitte im Kommentarfeld angeben)

140 x 140 Kreuze
Vorlage 11,50 €
Packung 63,50 €


„William Morris (1834-1896) war ein Revolutionär. Morris Aktivitäten müssen im Zusammenhang mit den Reformbestrebungen gesehen werden, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jh. als Reaktion auf die tiefgreifenden Veränderungen in der viktorianischen Gesellschaft ausbreiteten. Der ungebremste Wettbewerb in Großbritannien trieb viele Fabrikanten dazu, immer mehr Luxusgüter und Nippsachen herzustellen, um mit ihren Konkurrenten Schritt zu halten. Überflüssiges Dekor täuschte über armselige Qualität der Produkte hinweg." In diese Lücke stieß auch William Morris. Morris produziert mit seiner Firma in erster Linie Möbel, Wanddekorationen, Tapeten, Teppiche und Textilien. „Mit seiner Firma Morris & Co. versuchte Morris, der Arbeit ihre Würde und der Kunst ihre Bedeutung wiederzugeben. In diesem einzigartigen Unternehmen wollte er soziales Bewußtsein mit geschäftlichen Zielen in Einklang bringen, indem er in Entwurf uns Ausführung qualitätvolle, von Hand gearbeitete Gegenstände produzierte.“ (Zitate aus: Charlotte und Peter Fiell: William Morris, Köln 1999)

Da Morris selber Stickereien und Webereien entwarf und herstellen ließ, liegt es nahe sich an seinem Schaffen zu orientieren, Stickvorlagen in seinem Stil zu entwerfen und im Kreuzstich umzusetzen.


Rokokotuch


 

Preis Vorlage: 22,00 Euro

Kreuze: 243/472
Größe der Stickerei auf 16er Leinen:
ca. 30 cm x 59 cm

Stiche: Kreuzstich

 

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Packung:

- Leinen:
  Permin lambswool, 16-fädig  
- Seidengarn *)
- 2 28er Nadeln
- Anleitung

93,00 Euro

 

Ganz typisch für deutsche Tücher ist die deutliche Vorherrschaft des Kreuzstichs. Es werden, anders als in englischen Tüchern, nur wenige andere Sticharten gearbeitet, gerade das gibt den Tüchern aber ihren naiven Charme. Charakteristisch für diese Phase der Mustertuchherstellung sind vor allem die hell scheinenden Seidenfarben, die dieses Tuch besonders edel erscheinen lassen. (Vergleiche Humphrey, Carol: Samplers. Fitzwilliam Museum Handbooks, 1998, S. 46)

Diese Tuch ist angelehnt an ein Tuch, das sich im Besitz des Fitzwilliam Museum befindet. Das dortige Tuch stammt aus Deutschland und trägt das Datum 1674. Es versammelt alle Motive, die im Barock aufkamen, so das Sibmacher Lamm und den Sibmacher Pfau. Die feinen Muster und vor allem die Blütenpracht repräsentieren bereits die Verfeinerung des Barock, den Stil des Rokoko. Sehr populär waren aber auch die Leidenswerkzeuge Christi. Sie deuten eigentlich immer auf einen katholischen Hintergrund des Tuches hin. So ein Tuch ist also eher nach Süddeutschland einzuordnen.

Renaissancetuch

 

Preis Vorlage: 21,50 Euro

Kreuze: 200/464
Größe der Stickerei auf 16er Leinen: 25 cm x 58 cm

Stiche:

- Kreuzstich
- Steppstich

Packung
- Leinen: Permin weiß, 16-fädig
  45 x 80 cm
- 12 Seidendöckchen *)
- 2 28er Nadeln
- Anleitung

71,50 Euro

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Stickmustertücher treten im 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Renaissance, zum ersten Mal in nennenswerter Anzahl auf. Ihre Entstehung ist unklar. Deutlich wird, dass Stickmustertücher in den meisten europäischen Ländern gleichzeitig aufkommen. Anscheinend entsprang der Drang zum Sammeln von Alphabeten, Mustern und Motiven einem tiefen Zeitbedürfnis.

Besonderes Augenmerk kam in der Renaissance der Mode zu, die in jener Zeit eine Vorliebe für bestickte Leinenhemden für Männer wie für Frauen entwickelte, und zwar in einem Reichtum an Stickerei, wie sie nie wieder in der Kostümgeschichte zu finden ist.

Man orientierte sich am Formenschatz der Antike. Dieser Formenschatz ist geprägt vom strengen Symmetriedenken und dem Willen zur Stilisierung, die Muster sind dementsprechend flächig und wenig naturalistisch. Das Ornament als solches ist wichtig. (Vgl. in diesem Zusammenhang auch Brunner-Littmann/Hahn, Motiv und Ornament, Chur 1988, S. 18)

Dieses Stickmustertuch weist eine Sammlung von Renaissancemustern auf. Typisch ist die gradlinige geometrische Form der Muster, die eingeschränkte Farbwahl und die scheinbar willkürliche Streuung der Muster über das Tuch. Zentral in diesem Tuch sind die beiden Darstellungen des Pelikans, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut nährt, ein Hinweis auf Christus, der sein Blut für die Menschen vergossen hat.


Sächsisches Stickmustertuch

 

Preis Vorlage: 23,50 Euro

Kreuze: 192/612

Packung:

- Leinen: Permin weiß, 16-fädig
- Seide *)
- Nadel
- Anleitung

82,00 Euro

 

 

 *)  Farbabweichung        zwischen
       Abbildung und        Originalmaterial
       möglich

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Die ersten erhaltenen Stickmustertücher auf dem Kontinent entstammen dem frühen 17. Jahrhundert. Sie sind meist lang und schmal, denn die Webstühle dieser Zeit wiesen nur eine geringe Breite auf. Die schmalen Tücher dieser Zeit zeigen in Reihen untereinander angeordnete Bordüren, Eckblumen, christliche Motive, wie die Kreuzigung, den Ritter Georg, das Osterlamm und weltliche Motive wie das höfische Paar oder Tiere." (Nina Gockerell, Stickmustertücher, Kataloge des Bayerischen Nationalmuseums München, Band XVI, München/Berlin 1980, S. 14) Auf diesen sehr alten Stickmustertüchern werden Borten in zwei nebeneinanderliegenden Blöcken angeordnet. Auf diesem Tuch besteht zumindest ein Block aus Alphabeten. Darauf folgen verschiedene in Reihen angeordnete Motive, wobei die beiden höfischen Paare, die aus dem Modelbuch von Johann Sibmacher aus dem Jahre 1601 stammen, das Tuch deutlich dominieren. Stickmustertücher dieser Aufteilung und Länge wurden im 18. Jh. vor allem in Sachsen gestickt. Inspiriert ist der Entwurf dieses Tuches durch eine Abbildung einer so genannten Sachsenrolle in dem Buch "Stickmustertücher" von Eva Maria Leszner. (Leszner, Eva Maria: Stickmustertücher. Mit drei großen Musterbögen, Rosenheim, 3. Aufl. 1977, S.41)

Barocktuch

 

Preis Vorlage: 24,50 Euro

Kreuze: 300/659

 

Preis Packung:

Inhalt:

- Leinen:
  Permin weiß, 16-fädig
- 22 Seidendöckchen *)
- Nadel
- Anleitung

108,50 Euro

*) Farbabweichung zwischen      Abbildung und Originalmaterial      möglich

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Die eigentliche Mustervorlage umfasst 30 Druckseiten, hinzu kommt eine historische Erläuterung zu den einzelnen Mustern, eine detaillierte Arbeitsanleitung, ein Schema der Zählvorlage, zusätzliche Alphabete und Ziffern zum individuellen Kennzeichnen des Sticktuchs und leeres Patronenpapier zum Vorzeichnen von Initialen und Datum. Außerdem enthält die Stickmustervorlage eine ausführliche Bibliographie zum Thema Stickmustertücher. Selbstverständlich gibt es nicht nur genaue Farbangaben für die Seide Soie d'Alger, sondern auch für die Garne von MEZ-Anchor und DMC.

Barocke Stickmustertücher sind ein Höhepunkt der Stickkunst, was die Qualität der einzelnen Muster betrifft. Diese Aussage kann man besonders für den deutschen Sprachraum treffen, denn nur hier waren namenhafte Künstler und Kupferstecher der Zeit bereit, Muster für ganz unterschiedliche Sticharten zu entwerfen, wobei der Kreuzstich der gebräuchlichste und zugleich der beliebteste Stich war. Zu diesen Künstlern zählen Holbein, der Vorzeichnungen für Kreuzstichmuster lieferte, aber auch die Malerinnen Sybilla Merian und Helena Rosina Fürst. Seit dem 16. Jahrhundert entstanden eine Reihe von gedruckten Musterbüchern für die Stickerin. Das bekannteset stammt von Johann Sibmacher, dessen Motive unter anderem auf diesem Tuch zu finden sind.
Nicht von ungefähr wurden aber viele dieser Modelbücher von Frauen gemacht. Sie wussten genau, was die Stickerin wünschte. Helena Rosina Fürst, Tochter des Verlegers Paulus Fürst, und Sybilla Merian, Tochter des berühmten Topografen und Kupferstechers Matthäus Merian, entwickelten vor allem üppige florale Muster. Sie sind verantwortlich für den so genannten Blumenbarock der süddeutschen Tücher.
Alle diese Muster sind keineswegs von den jeweiligen Künstlern »erfunden« worden, sondern stellen uraltes Traditionsgut dar, das auf künstlerische Weise weiterentwickelt und dem barocken Zeitgeschmack angepasst wurde.
Viele dieser bis heute erhaltenen und in ihrem volkstümlichen Charme noch immer bestechenden Muster und Motive sind auf diesem Tuch versammelt.

Vergleiche auch: Rosenstock, Gerda und Manfred: Alte Stickmustertücher, Cadolzburg 1995
Wagner, Helga: Kreuzstichmuster aus Barock und Rokoko, München 1985


Stickmustertuch Johann Sibmacher 1601

Die ältesten deutschen Stickmustertücher sind in das 16. Jh. zu datieren. Fast gleichzeitig mit den Mustertüchern erschienen die gedruckten Modelbücher, zunächst als Holzschnitte, dann jedoch als Kupferstiche. Da sie für die Stickerin meist unerschwinglich waren, wurden sie einmal abgestickt und dann diente nicht mehr das Modelbuch, sondern das Sticktuch der nächsten Stickerin als Vorlage. Das bedeutendste dieser Modelbücher ist Sibmachers zweites Modelbuch von 1601 mit dem Titel "Neues Modelbuch in Kupfer gemacht". Sibmachers Muster hatten künstlerische Qualität und traten in den Jahren nach 1601 ihren Siegeszug durch ganz Europa an. Seine Motive, die in ihrer Ausgestaltung schon ganz typisch sind für das Zeitalter des Barock, sind auf unzähligen Mustertüchern zu finden. Dabei stößt man nicht nur auf christliche Tradition, wie im Falle des Gotteslamms mit der Siegesfahne und des liegenden Hirsches, sondern auch auf ganz weltliche Bilder.
Auch dem Pfau - im 18. und 19. Jh. auf allen Bauernhöfen Süddeutschlands heimisch, da seine Schwanzfedern für die Federkielstickereien auf den Männergürteln gebraucht wurden - dürfte in diesem Zusammenhang keine religiöse Symbolik zukommen, sondern eher die eines prächtig aussehenden Haustiers. (Nina Gockerell, Stickmustertücher, Kataloge des Bayerischen Nationalmuseums München, Band XVI, München/Berlin 1980, S. 29)

Dieses Mustertuch versammelt Sibmachers schönste Motive, daneben Borten und einige Alphabete.

 

Preis Vorlage: 23,50 Euro

Kreuze: 442/315


Packung:

- Leinen: Permin lambswool,
  16-fädig
- Seide *) + **)
- Nadel
- Anleitung

97,50 Euro

 

 *) Farbabweichung        zwischen Abbildung und        Originalmaterial möglich

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Miniatur Mustertücher

 

   

Nr. 7
"Borte"

55 x 55 Kreuze

Bei diesem Mustertuch handelt es sich um einen kleinen Ausschnitt aus einer Borte, die immer wieder zum Verzieren von Hemdkragen und Manschetten genutzt wurde. In diesem Mustertuch taucht sie gespiegelt auf. Außerdem ist nicht die Blütenranke gestickt, sondern der Hintergrund. Die Blütenranke erscheint als Hohlform.

 

Nr. 8
"Kränzchen"

77 x 77 Kreuze

Dieses kleine Mustertuch zeigt eine typische Kartusche, die auf Stickmustertüchern immer wieder auftaucht, um die Initalen der Stickerin zu umkränzen und damit auch hervorzuheben. Außerdem enthält es das gesamte Alphabet und die Ziffern von 1 bis 10, so dass jede Stickerin ihr eigenes Monogramm in den Mittelpunkt rücken kann.

Nr. 9
"Vierlande"

99 x 99 Kreuze

Diese Tuch zeigt einen Ausschnitt aus einem der typischen Vierlande Stickmustertücher. Normalerweise sind die Vierlande Tücher in schwarz gestickt. Ein einziges der historischen Tücher ist in den hier gezeigten Farben gestickt.

 

Preis: 14,00 €
          (6,00 € ohne Material)
                    

 
 

Preis: 14,00 €
          (6,00 € ohne Material)
                    

 
 

Preis: 17,50 €
          (6,00 € ohne Material)
                   

 
  Die Packungen enthalten:
- Anleitung
- 16-fädiges, weißes Leinen von Permin
- Seidengarn der Marke Soie d'Alger
- 1 Sticknadel Nr. 28
 

In jeder unserer Packungen befinden sich ausschließlich komplette Döckchen der Stickseide. Auch wenn von einer Farbe nur wenig Seide gebraucht wird, liefern wir keine einzelnen Garnfäden mit. Das bedeutet aber auch, dass von der ein oder anderen Farbe deutlich mehr als die Hälfte des Döckchens übrig bleibt, so dass der Rest der Seide noch für viele weitere kleine Stickarbeiten verwendet werden kann.   *)  Farbabweichung zwischen Abbildung
     und Originalmaterial möglich
     

 

 

Auf die weiteren Seiten des Kapitel "Nach historischen Motiven" kommen Sie über den Link auf den jeweiligen Ausschnittfotos.

 

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